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persische Heilmedizin Der Miraculix aus Persien Ali Moshiris Kräutergarten in Teltow zieht um / Mehr als 420 Pflanzen aus aller Welt ( MATTHIAS ZIMMERMANN)

TELTOW "Das beste Medikament sollte die Nahrung sein", sagt Ali Moshiri.

Dabei ist er kein Arzt - und doch einer, der es wissen muss.
1979 kam der gebürtige Iraner zum pharmakologischen Studium nach Deutschland. Zwar promovierte er nach einigen Jahren in Pharmakologie und Toxikologie, doch seine Wurzeln konnte er nicht verleugnen. "Schon als Kind habe ich mich sehr für Pflanzen interessiert - und die persische Heilmedizin, die Phytopharmakologie", erzählt er. "Dabei ist in Deutschland die Vielfalt der Kräuterwelt noch weitgehend unbekannt, das wollte ich ändern." Daher eröffnete der pflanzenkundige Perser 1997 in Oldenburg einen Kräutergarten, später einen zweiten in Berlin Charlottenburg.

Ende 2001 ließ er sich in Teltow nieder, auf dem Gelände der Teltower Diakonischen Werkstätten für behinderte Menschen. Dort bewirtschaftet er eine Fläche von 10 000 Quadratmetern. Mehr als 420 verschiedene Heil- und Würzkräuter von allen fünf Kontinenten, zumeist aus wärmeren Regionen, finden sich dort. Ein Paradies der Sinne für den, der sich den unbekannten Düften, Geschmacksvarianten und wohltuenden Einflüssen anzuvertrauen bereit ist. "Die Leute sind anfangs meist sehr zurückhaltend gegenüber den Kräutern, die sie nicht kennen", sagt Moshiri, "aber wenn ich ihnen etwas über die Wirkung der Pflanzen erzähle, wollen sie sie meist haben."

Schnell gerät der Mann, in dessen Kopf das Wissen über die gesundheitsfördernde Wirkung von Pflanzen aller Regionen der Welt zusammenkommt, ins Schwärmen. "Hier: Indianischer Blattkardamom - gut als Tee oder zur Verfeinerung von Süßspeisen. Baumspinat - der wird bis zu 2,5 Meter hoch. Kampferkraut - ideal zum Räuchern und Herstellen ätherischer Öle. Meerfenchel - lässt sich wunderbar anstatt Salz zum Würzen verwenden." Wenn er einmal anfängt, ist er kaum zu stoppen. Die Vielfalt ist umwerfend: Zwischen 14 verschiedenen Chilisorten - alle Schärfegrade - kann der Liebhaber feuriger Genüsse wählen. Basilikumsorten gibt es gar mehr als 25. African Blue, Perisan Anis, Zitronenbasilikum - schon die Namen versprechen Hochgenuss.

90 Prozent der Pflanzen in Ali Moshiris Kräutergarten sind essbar und doch ist ihre Verwendung weit vielfältiger. "Kräuteröle, -pestos, -essig, getrocknete Tees - wir bieten alles, was man mit Kräutern machen kann", sagt Moshiri. "Aber ich will nicht nur die Pflanzen an die Menschen bringen, sondern mir geht es vor allem darum, das Wissen über sie zu vermitteln."

Und die Menschen kommen und lernen. Das Interesse an der Arbeit Moshiris und deren Früchten ist enorm. Viele Privatkunden, aber auch hochklassige Berliner Gastronomen zählt Moshiri zu seinen Kunden. Mehr als 95 Prozent von ihnen kommen aus Berlin, doch seitdem er in Teltow ansässig wurde, finden auch mehr Besucher aus Potsdam und Umgebung zu ihm, sagt er erfreut. Das Gelände der Diakonie wird er dennoch verlassen, zu weit gingen die Vorstellungen über die Zusammenarbeit auseinander. Um einen neuen Standort im südlichen Berliner Umland ist ihm derweil nicht bange, bis Ende Juni will er sich entscheiden.

Die letzte Chance, Ali Moshiri und seine Kräuter in Teltow zu besuchen, gibt es diesen Donnerstag und Freitag von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr und am kommenden Samstag von 11 bis 16 Uhr.

Quelle: Märkische Allgemeine

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