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Sport/Das Interview in der "Presse" über WM 2006 mit irani.at:

 
 
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WM 2006

 

Das Interview in der "Presse" über WM 2006 mit irani.at

"Presse"-Serie: Fans in Wien
(Ausgabe Samstag 10.06.2006)

Wien. Eigentlich sei Fußball nicht so ihr Ding, meint Farzaneh Emadi. Alle vier Jahre jedoch ändert sie ihre Meinung und stimmt in die "Iran, Iran"-Sprechchöre mit ein. "Eine Fußball-Weltmeisterschaft, bei der noch dazu unser Nationalteam mit dabei ist, ist einfach etwas Besonderes."

Seit 19 Jahren lebt Emadi, deren Vorname Farzaneh im Persischen "intelligent und fleißig" bedeutet, in Wien. Vor zwei Jahren hat sich die einstige Angestellte selbstständig gemacht und eine kleine Werbeagentur gegründet. Ihre Heimat Teheran besucht sie selten, die österreichische Staatsbürgerschaft hat sie längst angenommen. Wenn es jedoch um Fußball geht, schlägt ihr Herz nur für eine Nation.
"Damals, im September 2000, war ich bei Toni Polsters Abschiedsspiel im Happel-Stadion", erinnert sich Emadi. Ins Fußball-Oval getrieben hat sie allerdings nicht die Gala zur Pensionierung der österreichischen Fußball-Ikone, sondern der Gegner _ das iranische Nationalteam. "Leider haben wir 1:5 verloren."

Frauensache Fußball
"In Persien ist Fußball Sportart Nr.#1", erzählt sie. Die Bevölkerung sei regelrecht infiziert vom Fußball-Virus. "Fast wie in Italien oder Brasilien _ nur dass unser Team nicht so gut ist." Das Fußball-Interesse gehe soweit, dass mancher seine Pflichten vergisst. "Als ich während der WM 2002 in Teheran war, haben uns die sonst so strengen Zollbeamten am Flughafen einfach durchgewinkt." Unter dem Abfertigungs-Tisch stand ein kleiner Fernseher, am Programm eine Live-Übertragung.

Die Fußball-Begeisterung beginnt im 70 Millionen-Land Iran bereits im jüngsten Kindesalter und wird in die ganze Welt exportiert. Auch nach Wien, wo über 4000 Iraner leben.
"Für uns Perser ist Fußball auch Frauensache", sagt Emadi, die die Spiele gemeinsam mit Freunden im Café "Darband" in der Liechtensteinstraße 83 am Alsergrund verfolgen wird. "Wenn unser Team spielt, will niemand allein sein." Entweder man trifft sich im Bekanntenkreis bei demjenigen, der den größten Fernseher hat, oder eben im Lokal. Eine weitere Möglichkeit, die WM in persischer Atmosphäre zu genießen, ist die Leinwand im Iranischen Islamzentrum in der Mollardgasse 50a im sechsten Bezirk.
Wie viele Perser hofft auch Emadi, dass das Nationalteam ihr Land gut präsentieren wird. "Der Iran ist nicht so, wie es jetzt oft dargestellt wird. Manchmal empfinde ich die Berichterstattung als unfair." Ihrer Meinung nach werde zu selten zwischen Politik und dem echten Leben der Bevölkerung differenziert. "Der Iran ist ein fortschrittliches und lebenswertes Land." Vielleicht ist auch das der Grund, warum die Mehrheit der iranischen Nationalspieler trotz weitaus besserer Verdienstmöglichkeiten im Ausland noch immer in der Heimat spielt.
sMehr über die Fußball-WM aus iranischer Sicht unter: www.irani.at

Quelle: Die Presse

         
         
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