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Persien/Zeitrechnung:

 

 
     
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Die ältesten iranischen Datierungen

Die ältesten Datierungen aus dem persischen Sprach- und Kulturbereich finden sich in den Inschriften von Bisutun in der Nähe von Kirmanschah, die aus dem Ende des 5. vorchristlichen Jahrhunderts stammen.

In drei Sprachen sind hier Monatsnamen verzeichnet. Damals wurde im Iran der babylonische lunisolare Kalender genutzt.

Der altiranische Kalender

Mit der Verbreitung der Religion Zarathustras im Iran gewann auch der zoroastrische Kalender immer grössere Bedeutung unter den Persern. Gegen Ende des 6. Jahrhunderts, spätestens jedoch in der Mitte des 5. Jahrhunderts vor Christus löste er die bis dahin bestehende babylonische Zeitrechnung ab und wurde zum offiziellen Reichskalender.

Diesem altiranischen Kalender lag das Sonnenjahr zugrunde, unterteilt in 12 Monate zu je 30 Tagen und fünf Zusatztagen, den Epagomenen. Die Namen der Monate und die Bezeichnungen der Tage im Monat - eine Besonderheit des iranischen Kalenders - sind überliefert. Sie sind identisch mit denen des heutigen iranischen Kalenders.

So gut wir auch über derartige Einzelheiten unterrichtet sind, über den inneren Aufbau dieser Zeitrechnung gibt es noch einige Unklarheiten. Nach Autoren aus islamischer Zeit handelte es sich um ein Wandeljahr von 365 Tagen, ähnlich dem ägyptischen Jahr, ohne jede Schaltung. Die Jahre wurden nach den Regierungsjahren der Herrscher gezählt, der Jahresanfang lag ursprünglich in der Zeit der Tag- und Nachtgleiche des Frühlings. Da dieses altiranische Jahr um fast sechs Stunden kürzer war als das astronomische Sonnenjahr, verschob sich allmählich der Jahresanfang gegen den Frühlingspunkt. In ungefähr 120 Jahren summierten sich diese jährlichen Abweichungen auf etwa 30 Tage, was einem ganzen Monat entspricht. Zumindest für den kultischen Bereich war es aber wichtig, dass sich die Jahrpunkte, nach denen sich die religiösen Feste richteten, nicht allzu weit vom wirklichen Sonnenstand entfernten. Daher musste man ca. alle 120 Jahre einen zusätzlichen 13. Monat einschalten. Dies geschah dergestalt, dass ein Monat zweimal gezählt wurde. Allerdings kam diese Schaltung nur im religiösen Kalender zur Anwendung, die gewöhnliche bürgerliche Jahresrechnung war hiervon nicht betroffen.

In der Theorie kann man sich dieses Verfahren ungefähr folgendermassen vorstellen: Unterstellt man, dass im (zurückgerechneten) gregorianischen Kalender Frühlingsanfang immer auf den 21. März fällt, - was in dieser Vereinfachung nicht stimmt -, so ergibt sich ungefähr die folgende Relation:
Ursprünglich (im 5. bis 6. Jahrhundert vor Christus) begann das iranische Jahr wohl mit dem Frühlingsanfang:

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