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Persien/ Persische Gepard:

 

 
     
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Persische Tiger
Der Asiatische oder Iranische Gepard

Der Gepard (Acinonyx jubatus) ist keineswegs eine rein afrikanische Katzenart, wie wir dies manchmal meinen.

Tatsächlich war er einstmals nicht nur über ganz Afrika - mit Ausnahme der Zentralsahara und der äquatorialen Regenwälder - verbreitet, sondern kam auch in weiten Bereichen des Nahen und Mittleren Ostens vor, von der Arabischen Halbinsel nordwärts bis zum Aralsee und ostwärts bis nach Indien. Allerdings sind die Gepardbestände ausserhalb Afrikas im Verlauf des 20. Jahrhunderts fast überall ausgestorben. Das einzige asiatische Land, das mit Gewissheit noch Geparde beherbergt, ist der Iran.
erühmt gemacht haben den Gepard die ausserordentlich hohen Geschwindigkeiten, die er beim Rennen erreicht. Zwar ist man sich über die genaue Höchstgeschwindigkeit uneinig. Sie liegt aber mit Bestimmtheit zwischen 90 und 110 Kilometer in der Stunde. Der Gepard ist damit unbestritten das schnellste Lebewesen zu Land.
Seine Sprinterqualitäten sind dem Gepard bei der Jagd sehr dienlich: Im Gegensatz zu allen anderen Katzenarten überfällt er nämlich seine Beutetiere nicht aus dem Hinterhalt, sondern hetzt sie in kurzem, schnellem Spurt nieder. Mit dieser Jagdweise verbunden ist eine ganze Reihe von Anpassungen im Körperbau, durch die sich der Gepard vom Rest der Katzen unterscheidet. Augenfällig sind die langen sehnigen Beine, der schlanke, windschlüpfrige Körper und der verhältnismässig kleine Kopf. Tatsächlich gehört der Gepard mit einer Kopfrumpflänge von gewöhnlich 100 bis 150 Zentimetern und einer Schulterhöhe von 70 bis 85 Zentimetern zu den grösseren Mitgliedern der Katzenfamilie; mit einem Gewicht von nur 35 bis 70 Kilogramm ist er jedoch erheblich leichter als seine vergleichbar grossen Vettern aus der Grosskatzensippe.
Interessant ist im Übrigen, dass der Gepard - als einzige Katze - seine Krallen nicht in schützende Scheiden zurückziehen kann. Sie berühren beim Laufen den Boden und werden abgewetzt. Zwar kann der Gepard deswegen als einzige Katze nicht klettern, aber beim Rennen sind die vorstehenden Krallen sehr wertvoll: Sie wirken wie die Nägel in Rennschuhen und vermitteln dem Gepard eine ausgezeichnete Bodenhaftung.
Die verwandtschaftliche Stellung des Gepards innerhalb der Katzenfamilie (Felidae) war lange Zeit umstritten. Überhaupt herrschte in der Fachwelt lange Zeit Uneinigkeit über die genaue Zahl der auf der Erde lebenden Katzenarten und ihre verwandtschaftlichen Beziehungen untereinander. Wahrscheinlich gab es ziemlich genau gleich viele Meinungen zu diesem Thema, wie es Katzenforscher gab. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) und mit ihr viele praxisorientierte Zoologen hielten sich deshalb an eine verhältnismässig einfache Unterteilung der Katzenfamilie in erstens 5 Grosskatzen, zweitens 29 Kleinkatzen und drittens 2 Sonderfälle. Die Grosskatzen wurden in der Gattung Panthera und die Kleinkatzen in der Gattung Felis zusammengefasst, während die «Mittelkatze» Nebelparder und die «Sprintkatze» Gepard je einer eigenen Gattung (Neofelis bzw. Acinonyx) zugeordnet wurden. Dass diese simple Gliederung weder die Formenvielfalt der Katzen noch die stammesgeschichtlichen Verhältnisse innerhalb der Familie korrekt zum Ausdruck brachte, war zwar unbestritten. Dennoch stellte sie ein sinnvolles Provisorium dar, um dem «Streit der Gelehrten» aus dem Weg gehen.
Molekularbiologische Studien, bei welchen die Erbsubstanz (DNS) der verschiedenen Katzenarten eingehend untersucht wurde, haben dann in den 1990er Jahren endlich die Klärung dieser unbefriedigenden Situation gebracht. Dabei gab es manch überraschende Erkenntnis - z.B. dass der Nebelparder (Neofelis nebulosa) eine echte Grosskatze ist, dass die Marmorkatze (Pardofelis marmorata) eine asiatische Luchsform ist, und dass der Gepard am nächsten mit dem neuweltlichen Puma (Puma concolor) verwandt ist.
Autor: Norman Ali Bassam Ali Taher Khalaf-Sakerfalke von Jaffa

     
     
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