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Reisende benötigen ein Visum, das bei der iranischen Botschaft beantragt werden muss. Der Reisepass muss bei der Einreise noch 6 Monate gültig sein. Es wird dringend empfohlen, dass österreichisch-iranische Doppelstaatsbürger unbedingt beide Reisepässe mitnehmen, da anlässlich der Ausreise einerseits ein österreichischer Sichtvermerk an österreichische Staatsbürger nicht erteilt werden kann und andererseits die Einreiseberechtigung nach Österreich nachgewiesen werden muss.

Hauptstadt: Teheran
Int. Kennzeichen: IR
Sprache: Persisch, Lokalsprachen in den Provinzen (hauptsächlich Azeri, Kurdisch, Arabisch)
Gängige Fremdsprachen: primär Englisch
Währung: 1 Rial (IRR =100 ), gerechnet wird meist in 'Toman' (1 Toman = 10 Rial) IRR
Zeitdifferenz zu MEZ: + 2,5 h
Zeitdifferenz zu MESZ: + 1,5 h
Information zur Zeitdifferenz: + 2,5 h bzw. 1,5 h während der Sommerzeit in Österreich, da im Iran nicht auf Sommerzeit umgestellt wird.
Elektrischer Strom: 220 Volt/50 Hertz Wechselstrom

Reiseinformation:

Einreise

Reisende benötigen ein Visum, das bei der iranischen Botschaft beantragt werden muss. Der Reisepass muss bei der Einreise noch 6 Monate gültig sein. Es wird dringend empfohlen, dass österreichisch-iranische Doppelstaatsbürger unbedingt beide Reisepässe mitnehmen, da anlässlich der Ausreise einerseits ein österreichischer Sichtvermerk an österreichische Staatsbürger nicht erteilt werden kann und andererseits die Einreiseberechtigung nach Österreich nachgewiesen werden muss. Kinder mit Doppelstaatsbürgerschaft benötigen einen eigenen Reisepass.

Es empfiehlt sich, die englischsprachige Variante zu wählen.

Österreichische Touristen können an den Flughäfen Imam Khomeini und Mehrabad (beide Teheran), Shiraz, Täbriz und Mashad ein 7-Tage-Touristenvisum bekommen. Vorzulegen sind: normaler Reisepass (mind. 6 Monate Gültigkeit; Dienst- bzw. Diplomatenpässe nicht zulässig), Rückflugticket, 1 Passfoto, ausgefülltes Antragsformular (am Flughafen erhältlich). Kosten (Oktober 2006): US $ 50,-, für jeden im Pass eingetragenen Begleiter US $ 10,-. Diese Gebühr kann auch in Euro bezahlt werden, wobei der tatsächlich zu bezahlende Betrag von dem aktuellen Wechselkurs abhängig gemacht wird.

Zur Einreise auf dem Landweg mit dem PKW werden folgende Kraftfahrzeugdokumente benötigt:

Der Internationale Führerschein (z.B. beim ÖAMTC erhältich) in Verbindung mit dem nationalen Führerschein und einem internationalen Zulassungsschein sind vorgeschrieben.

Ein Carnet de Passage (z.B. beim ÖAMTC erhältlich) ist für die zollfreie Einfuhr des eigenen Kfz bis zu 3 Monaten erforderlich. Für Anhänger ist ein eigenes Carnet de Passage erforderlich.

Ein Inventarverzeichnis für Wohnwagen und Gepäckanhänger ist mitzuführen.



Einfuhr

Die Mitnahme von Fremdwährung ist unbegrenzt erlaubt, doch deklarationspflichtig.
Es empfiehlt sich die Mitnahme von US-Dollar oder EURO in bar. Travellerschecks werden selten akzeptiert, Kreditkarten so gut wie gar nicht.

Vor dem Wechsel von €- und US $-Banknoten sollte auf die Qualität der Scheine geachtet werden. (keine Einrisse, Verunreinigungen oder sonstige Beschädigungen), da sie sonst von der jeweiligen Bank eventuell nicht angenommen werden.

Wechselbestätigungen von Banken sollten aufgehoben werden, damit bei größeren Anschaffungen die reguläre Umwechslung der Devisen überprüft werden kann.
Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden.
Die Einfuhr von Alkohol, Schweinefleisch (-Produkten) sowie von Waffen jeglicher Art ist strikt verboten. Bücher, Video- und Audiokassettten werden auf ihre Vereinbarkeit mit den strengen islamischen Normen geprüft. Musikinstrumente dürfen nur mit Spezialgenehmigung importiert werden. Höherwertige technische Geräte sowie Sportausrüstung sollten bei der Einreise deklariert werden.


Ausfuhr

Die Mitnahme von Fremdwährung ist bis zum bei der Einreise deklarierten Betrag erlaubt.
Die Ausfuhr von Antiquitäten - einschließlich 'antiker' Teppiche - ist verboten, es sei denn, eine offizielle Genehmigung wird erteilt.
Ansonsten dürfen pro Person maximal 24 m2 an Teppichen ausgeführt werden. Die einschlägigen Bestimmungen können jedoch jederzeit ohne Publizität geändert werden. Es ist daher empfehlenswert, sich bei der Einreise vor Ort zu informieren, um unliebsame Überraschungen möglichst zu vermeiden.
Die Ausfuhr größerer bzw. mehrerer Teppiche ist nur mit vorheriger Genehmigung durch den iranischen Zoll und mit Zustimmung des Vereins der Teppichexporteure erlaubt.
Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.

Klima

Der Iran erstreckt sich dank seiner Ausdehnung (rund 20 mal so groß wie Österreich) über mehrere Klimazonen. Im Hochgebirge kalte Winter und heiße, trockene Sommer.
Am Persischen Golf feucht-heißes Klima im Sommer mit Monsuneinfluss von Juli bis Oktober, im Winter mild. Am Kaspischen Meer mild und niederschlagsreich im Winter, heiß und schwül im Sommer. Im zentralen Wüstengebiet: extrem kontinentales Wüstenklima. Teheran leidet unter besonders hoher Luftverschmutzung.

Ratschläge

In den tropischen Zonen sollten vor allem in der Eingewöhnungsphase größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden; übermäßiger Alkoholgenuss setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab. Vor den gelegentlich illegal erhältlichen 'selbst gebrannten' Alkoholika wird auch aus gesundheitlichen Gründen gewarnt.

Gesundheit

Aufgrund der hygienischen Verhältnisse und der unzureichenden Versorgung mit Medikamenten sowie des Mangels an entsprechendem Fachpersonal entspricht die Lage in den Krankenhäusern nicht dem europäischen Standard.

Jahreszeitbedingt kann es v.a. in den Sommermonaten lokal zum Auftreten von Cholera kommen. In diesem Fall wird empfohlen, z.B. nur Wasser aus originalverschlossenen Flaschen zu trinken und auf den Verzehr von Obst und Gemüse zu verzichten.


Impfungen


Bei der Einreise sind keine Impfungen vorgeschrieben.
Abgesehen von einem Basisschutzprogramm für alle Reisenden (Diphtherie/Tetanus/Polio, Hepatitis A und Typhus), empfiehlt das Institut für Tropenmedizin Wien (Tel. 403-83-43) jedoch für Individualtouristen und Camper eine vorbeugende Impfung gegen Cholera, Hepatitis B und Tollwut.
Malariaprophylaxe für die südlichen Landesteile (März bis November) wird angeraten.

Vorsicht

Auf die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen ist zu achten. Leitungswasser sollte, außer vielleicht in Teheran, am besten nicht oder nur abgekocht getrunken werden. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen, da westliche Medikamente regelmäßig nicht zur Verfügung stehen .

Versicherung

Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport ist unentbehrlich. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.

Verkehr

Wegen der großen Distanzen kommt primär das Flugzeug als Verkehrsmittel in Frage.
Es bestehen aber auch lokale Autobuslinien und ein - sehr eingeschränktes - Eisenbahnnetz. Bei der Reise mit dem eigenen PKW sind extremes Klima, große Entfernungen, oft schlechte Straßen, undisziplinierte Fahrweise der Einheimischen und Absenzen bzw. Mangel von Werkstätten (selbst für in Europa gängige PKW) und geeigneter Tankstellen zu berücksichtigen. Es empfiehlt sich daher, lokal einen PKW mit Chauffeur zu mieten.

Diesel-PKW werden nicht zugelassen, Dieseltreibstoff ist privat nicht erhältlich.
Innerhalb der Städte dominieren wegen des mangelhaften öffentlichen Verkehrssystems weitgehend Taxis, welche entweder privat oder zumeist gemeinschaftlich von bis zu 4 Passagieren benutzt werden.

Weitere Infos auf: bmeia.gv.at

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