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Persien/Poesie und Poeten:

 

 
     
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Khayyam
(Ghija ud-din Abu´l Fath Umar Ibn Ibrahim Ul-Khayyami )

Geboren: 18.05.1048 Nishabur Persia (Iran)
Geschtorben: 04.12.1131 Nishabur Persia (Iran)

KhayyamDer Mathematiker, Astronom und Poet Omar Khayyam wurde in Neyshabur in Persien geboren, wo er auch verstarb. Neben seinem Grab , das als Denkmal ausgestaltet ist, wird er auch durch die oben widergegebene große Büste gewürdigt. Diese besitzt an ihrem Sockel noch eine Tafel, die den Namen, die Berufe und die Lebensdaten von Omar Khayyam ausweist.

 

Omar Khayyam wurde 1048 in Nayschapur/Iran geboren und starb dort 1131. Das Wort Khayyam bedeutet "Zeltmacher". Es ist anzunehmen, dass dies nicht sein eigener, sondern der Beruf seiner Vorfahren war.

Omar stand bei seinen Zeitgenossen vor allem als Gelehrter in hohem Ansehen; er war ein hervorragender Mathematiker, Astronom, Physiker und Philosoph. Er verfasste Schriften über Algebra, Geometrie und andere Bereiche und war einer der bekanntesten Mathematiker seiner Zeit. In seiner Schrift über die Algebra ist Omar zu Ergebnissen gelangt, welche die abendländische Wissenschaft erst im sechzehnten Jahrhundert erreicht hat. Er würde zum königlichen Astronomen ernannt und gehörte in dieser Eigenschaft zu einer von Mailk Shah eingesetzten Gruppe von acht Gelehrten, deren Aufgabe darin bestand, den moslemischen Kalender zu reformieren. Das daraus entstandene Meisterwerk ist anerkennend mit der Revision des julianischen Kalenders durch Papst Gregor XII verglichen worden.

Seinen eigentlichen Ruhm erlangte er jedoch als Verfasser der Robaiyat, einer Sammlung von Sinnsprüchen, die er meisterhaft beherrschte. Er war ein ungewöhnlich origineller Dichter, der seine skeptische mystische Lebens-philosophie mit einfachen Epigrammen zu vermitteln wusste.

Das Roba'i (pl. Robaiyat) besteht nur aus vier Zeilen. Jedes Robai ist ein eigenes, selbständiges Gedicht. Sein Charakteristikum ist das Reimspiel: Die erste, zweite und vierte Zeile enden im selben Reimklang, während die dritte reimlos bleibt.

Der englische Dichter und Übersetzer Edward FitzGerald war der erste, der Khayyams Vierzeiler der westlichen Welt im Jahr 1859 vorstellte. Die Verse wurden in England daraufhin bekannter als jede andere Dichtung weltlicher Prägung aus dem orientalischen Raum. Omar wurde in Europa und Amerika zum berühmtesten aller östlichen Dichter. Das Buch 'Rubáiyát of Omar Khayyám' sei, so die Literatur über FitzGerald, das nach der Bibel im angelsächsischen Sprachraum meist verbreitete Buch.

Über Omars privates, inneres Leben ist wenig bekannt. Zu seiner Zeit stand Omar jedoch in dem Ruf ein Weiser zu sein. Es scheint sicher, dass Omar ein grosser Mystiker war. Mystiker verbargen ihr spirituelles Leben bekanntlich vor weltlichen Menschen und oberflächlichen, orthodox-religiösen Eiferern. Durch Verschwiegenheit und die Gewohnheit, tiefe Wahrheiten hinter einem Schleier exotischer Symbolik zu verbergen, schützten sie sich vor Verfolgung, die ihnen wegen ihrer unorthodoxen Ansichten drohte. Omar khayyam war wie sie weitherzig, vollständig frei von religiösem Dogmatismus.

Den religiösen wie den wissenschaftlichen Dogmatismus hat Omar auch in seinen wissenschaftlichen Arbeiten kritisiert. In der Einleitung seines Werks über die Algebra schreibt er bezüglich der heuchlerischen und bösartigen Intrigen mancher seiner Zeitgenossen u.a. folgende Zeilen: "Die meisten von denen, welche heutzutage für Gelehrte gelten, verbergen die Wahrheit durch die Lüge und kommen nicht über die Schranken eines bloßen Scheingelehrtentums hinaus, indem sie das, was sie an Kenntnissen besitzen, lediglich materiellen und niedrigen Zwecken dienlich machen. Und wenn sie einem Mann begegnen, der sich wirklich durch sein Streben nach der Wahrheit und durch seine Liebe zur Wahrhaftigkeit auszeichnet, der Eitelkeit und Lüge von sich weist und den falschen Schein und die Augenverblendung meidet, dann machen sie ihn zum Gegenstande ihrer Verachtung."

Omars Theologie war kein durchdachtes System, sie umfasste sowohl alle Religionen wie auch keine Religion- das heisst, obwohl er Gott liebte, gehörte er keiner formalen Religion an.

KhayyamDer Wein als Metapher hat in der sufischen Symbolik die Bedeutung einer ekstatischen Erhebung zu Gott. Es ist fraglich, ob Omar etwas mit Sufismus zu tun hatte, da er teilweise gegen diese dichtete. Eine Gemeinsamkeit zwischen Sufis und Omars Mystik zu suchen, ist von vielen Gelehrten angesprochen worden, viele halten Khayyam für einen Sufi, einen mystischen Sufi des Islams. Diese Annahme beruhrt wohl daher, da man in der islamischen Welt nur zwei Strömungen scheinbar ausgemacht hat, einmal die Orthodoxen und einmal die Sufis. Es ist vielleicht an der Zeit sich zu fragen, ob man nicht eine dritte Strömung jener Zeit akzeptieren soll, die gegen Orthodoxie war aber auch von hoher Mysik erfüllt war, die aber nicht deswegen unbedingt dem Sufismus zugeordnet werden muss.

Fest steht jedenfalls, die Freiheit des Denkens und des Forschens war für Omar von großer Bedeutung. Sein Weintrunk galt deshalb in erster Linie als Sinnbild für freies Denken. Weitere Infos:

Am Tag, an dem dein Werk steht vor Gericht,
Fällt nur dein Wert der Weisheit ins Gewicht,
Tu gutes Werk, denn du wirst auferstehn
In einer Form, die einem Werk entspricht.

Quelle: golrang  
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