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  Kyros der Große  
 

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Balkh

Kyros II. Kurosch-e bozorg "Kurosch der Große", babylonisch Kuraš, um 590 v. Chr. bis 580 v. Chr.; † August 530 v. Chr., oft auch Kyros der Große genannt, Sohn des Kambyses I., regierte Persien von etwa 559 v. Chr. bis 530 v. Chr. als sechster König der Achämeniden-Dynastie und ernannte seinen Sohn Kambyses II. zum Nachfolger.

Die Vereinten Nationen veröffentlichten 1971 in allen offiziellen UNO-Sprachen die Inschrift des Kyros-Edikts, wobei dieses auf Initiative der iranischen Regierung als "erste Charta der Menschenrechte" bezeichnet wurde. Dies geschah ohne neutrale Prüfung des historischen Hintergrunds. Bis heute hat die UNO nicht zu kritischen Fragen, die sich auf den propagandistischen Zweck des Textes beziehen, Stellung genommen. Die Konstruktion eines Zusammenhangs mit dem modernen Begriff der Menschenrechte, der zur Zeit des Kyros nicht existierte, wird von Historikern nicht akzeptiert, da eine solche Betrachtungsweise unhistorisch ist und der damaligen Wirklichkeit nicht gerecht wird.[66] So widerspricht der Althistoriker Josef Wiesehöfer unwissenschaftlichen Darstellungen, die Kyros als König beschreiben, "der Menschenrechtsideen in den Umlauf brachte". Die Inschrift ist als Selbstdarstellung des Herrschers einseitig. Propagandistischen Zwecken dienen auch im Internet kursierende gefälschte Übersetzungen, in denen Kyros sogar für Mindestlohn und Asylrecht eintritt.

Herkunft

Herodots Angaben zur Abstammungslinie des Kyros werden durch die inschriftlichen Ausführungen des Kyros-Zylinders väterlicherseits bestätigt. Demnach war der Perserkönig ein Sohn des Kambyses I. und Enkel des Kyros I. Die Mutter von Kyros war laut Herodot Mandane, die Tochter des Astyages, unter dessen Oberherrschaft Kyros' Vater Kambyses I. als König von Anschan stand. Astyages war zu diesem Zeitpunkt als maßgeblicher Heerführer mit dem medischen Herrschertitel versehen. Dass also Astyages der Großvater mütterlicherseits von Kyros war, lässt sich aber durch Keilschriftfunde nicht belegen. Ktesias bestritt die Ausführungen Herodots und nannte eine andere Genealogie der Eltern des Perserkönigs, der demnach kein Königssohn, sondern der Sohn eines Räubers und einer Ziegenhirtin gewesen sei. Diese Angaben erweisen sich aber durch Vergleich mit den Inschriften als falsch. Offensichtlich versuchte Ktesias mit einer bewussten Geschichtsfälschung, den Gründer des Perserreichs herabzusetzen und ließ ihn deshalb von niedrigen Eltern abstammen. Auch sein gesamter weiterer Bericht über die Jugend des Kyros stellt diesen in äußerst ungünstigem Licht dar und kann nicht den geringsten Anspruch auf Wahrheit erheben. Andererseits ist auch Herodots Bericht, dass Astyages, durch einen Traum gewarnt, eine Gefahr im kleinen Kyros erkannte und ihn deshalb töten lassen wollte, der Säugling jedoch stattdessen ohne Wissen des Herrschers von einem im fernen Gebirge wohnenden Hirten, dessen Frau ein totes Kind gebar, das heimlich gegen Kyros ausgetauscht worden sein soll, großgezogen und so errettet wurde, eine unhistorische Legende nach älteren mesopotamischen Vorbildern. Da keine weiteren keilschriftlichen Informationen zu Kyros frühen Jahren existieren, muss man konstatieren, dass darüber nichts bekannt ist.

Mehr auf: Wikipedia

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