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  Alamut Hauptsitz der Nizariten der persischen Assassinen  
 

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Alamut

Der 2175 Meter hoch gelegene Felsen von Alamut war im Mittelalter Hauptsitz der Nizariten, der persischen Assassinen.

Historisch korrekt ist, dass der Perser Hasan-e Sabbah Ende des 11. Jahrhunderts in seiner Heimat einen 'Staat im Staat' gründete. Von seiner Residenz Alamut, einer uneinnehmbaren Trutzburg im persischen Bergland, verbreiteten er und seine Nachfolger mehr als 160 Jahre lang Angst und Schrecken im moslemischen Herrschaftsgebiet. Da der Gründer der Nizariten - wie sich die Gruppe eigentlich nannte - keine Chance gegen die übermächtigen Truppen der Herrscher hatte, praktizierte er mit seiner berühmten 'einarmigen Armee' eine spezielle Art der Kriegsführung.

Sie gelten als erste, straff organisierte Terrorgruppe der Weltgeschichte - die Assassinen: eine extremistische Sekte innerhalb der schiitischen Bewegung des Islam. Statt Heere in Marsch zu setzen und Tausende von Menschenleben zu opfern, sandte ihr Anführer einen einzigen Mann mit dem Auftrag aus, eine Schlüsselfigur der Gegenseite auszulöschen. Der Name des Geheimbundes wurde zum Inbegriff für Meuchelmord und bezeichnet noch heute in westlichen Sprachen eine heimtückische Bluttat.

Seit dem Mittelalter prägen Legenden und Schauermärchen das Bild, das die Europäer von der gefürchteten Truppe bis heute behielten. Allen voran verbreiteten Marco Polo sowie die Chronisten der Kreuzritter wahre Horrorgeschichten über die Assassinen. Schon ihren Namen verdanken sie einem Gerücht: Die gedungenen Mörder seien für ihren gefährlichen Auftrag mit Drogen gefügig gemacht worden, heißt es. 'Haschaschin' - die Haschischesser - nannten die Zeitgenossen die Mitglieder der eingeschworenen Gemeinschaft. Ihrem religiös motivierten Oberhaupt gehorchten die überall im Land rekrutierten jungen Männer bedingungslos, heißt er weiter.

Schon bald operierte die Sekte auch von Syrien aus. Die gezielten Anschläge Hasan-e Sabbahs richteten sich einerseits gegen die Seldschuken, die seinerzeit als Besatzungsmacht die politische Gewalt ausübten. Andererseits kämpfte er auch gegen die sunnitischen Kalifen in Bagdad, denen er Dekadenz und Abweichen vom rechten Islam vorwarf. Immer wieder marschierten große Heere gegen die verschwindend kleine Sekte - vergeblich. Erst die Mongolen konnten Alamut 1256 zerstören. Da sie auch die berühmte Bibliothek niederbrannten, blieb kaum ein Originaldokument erhalten -einer der Gründe, warum sich das einseitige Bild über die Nirariten ungehindert verbreiten konnte.
Quelle: tvinfo.de, Iran-Naw
Weitere Infos: qazvintourism,

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