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Architekt im Iran: "Gold liegt keines auf der Straße"
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16.03.2017

Die Liebenden von Balutschistan

Der Wiener Architekt Marius Moser baut im Iran gerade zwei Krankenhäuser

Architekt Marius Moser ist seit 15 Jahren im Iran aktiv Der erste Run aus dem Westen sei vorbei, sagt er. Dortige Arbeitsbedingungen kritisiert er.

 

 

STANDARD: Wie hat sich die Stimmung im Iran in den letzten Jahren verändert?

Moser: Direkt nach der Einigung im Atomstreit und der schrittweisen Aufhebung der Sanktionen gab es einen extremen Run aus dem Ausland. Das hat sich mittlerweile ein bisschen reduziert. Nach dem ersten Hype kam wohl die Ernüchterung, dass das Gold im Iran auch nicht auf der Straße liegt. Der Markt ist aber interessant, Know-how aus dem Westen ist gefragt und Geld ausreichend vorhanden.

STANDARD: Wie hat sich die Stimmung im Iran in den letzten Jahren verändert?

Moser: Direkt nach der Einigung im Atomstreit und der schrittweisen Aufhebung der Sanktionen gab es einen extremen Run aus dem Ausland. Das hat sich mittlerweile ein bisschen reduziert. Nach dem ersten Hype kam wohl die Ernüchterung, dass das Gold im Iran auch nicht auf der Straße liegt. Der Markt ist aber interessant, Know-how aus dem Westen ist gefragt und Geld ausreichend vorhanden.

STANDARD: Wie groß schätzen Sie das Potenzial für österreichische Bauprofessionisten im Iran ein?

Moser: Gewaltig. In letzter Zeit wurde die Konkurrenz aber größer, was sich auch auf die Preise auswirkt. Unser Vorteil ist, dass wir auch in schweren Zeiten, als die Sanktionen noch voll gegriffen haben, vor Ort waren. Wir haben uns damals leichtgetan, weil wir nur eine geistige Leistung verkaufen und keine Waren einführen.

STANDARD: Bei welchen Immobilienklassen sehen Sie besonderes Potenzial?

Moser: Wir bauen aktuell zwei Krankenhäuser, eines in Teheran und eines in Ghom. Wir wollen aber auch rund um den Flughafen Teheran, wo ein großangelegter Masterplan realisiert werden soll, unsere Spuren hinterlassen. Unser Hauptstandbein ist zwar die Planung von Gesundheitsimmobilien, aber auch der Hotelbau ist interessant, weil der Bedarf an Hotels enorm ist. Wir tun uns manchmal schwer, Zimmer für unsere Mitarbeiter zu finden.

STANDARD: Wie kommt man als österreichischer Architekt überhaupt an Aufträge im Iran?

Moser: Wir sind nicht aktiv im Iran vorstellig geworden und haben uns nicht an Wirtschaftsdelegationen beteiligt. Vor 15 Jahren wurden wir von Delegierten aus dem Iran angesprochen, ob wir nicht unser Know-how beim Gesundheitswesen einbringen wollen. Zuerst hat man uns als Konsulent geholt, dann haben wir Einladungen für die Planung von Einkaufszentren und Bürogebäuden erhalten, bis wir schlussendlich zu den Krankenhäusern gekommen sind. Bei solchen großvolumigen Projekten zahlt es sich dann aus, den administrativen Aufwand auf sich zu nehmen. Im ersten Jahrzehnt habe ich nur Geld in den Iran getragen, mittlerweile bin ich Gott sei Dank in der Lage, dort Geld zu verdienen.

STANDARD: Wo liegen die Unterschiede zwischen iranischen und österreichischen Auftraggebern?

Mehr auf:derstandard.at

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