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Anrainerstaaten regeln Rechtsstatus des Kaspischen Meeres

Zurück zur Übersicht 19.08.2018

 

Seit dem Zerfall der Sowjetunion streiten die fünf Anrainerstaaten um das Kaspische Meer mit seinen Öl-, Gas- und Kaviarschätzen. Nun gibt es einen Vertrag - wer hat sich durchgesetzt?

Der größte Profiteur dieser Regelung wäre Kasachstan, der klare Verlierer hingegen Iran.

 

Unter dem Kaspischen Meer ruht mehr Öl als in den gesamten USA und ungefähr genauso viel Erdgas wie in den USA. Und im Wasser tummeln sich 90 Prozent aller Störe weltweit - jener Fische, die den Kaviar produzieren, der bis zu 25.000 Dollar pro Kilo kostet.

Damit soll geregelt werden, wie das weltweit größte Binnengewässer künftig aufgeteilt wird. Unter anderem sieht der in der kasachischen Hafenstadt Aktau - auf Deutsch: weißer Berg - unterzeichnete Beschluss vor:

  • 15-Meilen-Zonen als Abgrenzung der jeweiligen Hoheitsgebiete einzurichten.
  • Zehn Meilen über diese Hoheitsgewässer hinaus sollen die jeweiligen Länder exklusive Fischereirechte besitzen.
  • Auch sollen ausschließlich die fünf Anrainerstaaten militärisch im Kaspischen Meer präsent sein dürfen.
  • Zudem soll es künftig beim Transport, beim Kampf gegen Drogenschmuggel und im Tourismussektor Möglichkeiten der Zusammenarbeit geben.
  • Der wichtigste Punkt ist jedoch, dass sich alle fünf Länder darauf geeinigt haben sollen, dass das Kaspische Meer weder ein See noch ein Meer sei.

Beim letzten Punkt wird noch nachverhandelt, schließlich ist die Frage, ob See oder Meer entscheidend für die Ausbeutung der gigantischen Öl- und Gasvorkommen sind, an der alle Länder interessiert sind.

  • Wenn das Kaspische Meer ein Meer wäre, wofür etwa seine Größe und der Salzgehalt des Wassers spricht, müssten die jeweiligen Ländergrenzen analog zu den Länderküsten gezogen werden.
  • Der größte Profiteur dieser Regelung wäre Kasachstan, der klare Verlierer hingegen Iran.
  • Aus diesem Grund ist die Islamische Republik daran interessiert, dass das Kaspische Meer als See definiert wird. Denn dann würden alle fünf Länder gemäß internationalem Recht einen gleich großen Anteil erhalten.

 

Mehr auf: spiegel.de

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