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  Haddsch
     

Allgemein

Jeder freie volljährige Muslim , der es sich leisten kann, ist verpflichtet, einmal im Leben nach Mekka zu pilgern. Eine Person, die die Haddsch auf sich genommen hat, trägt den Ehrentitel « Haddschi ». In ärmeren Ländern, in denen sich kaum einer die Reise nach Mekka leisten kann, ist zur Erfüllung der Glaubenspflicht auch ein Besuch bestimmter einheimischer Wallfahrtsstätten möglich, zum Beispiel des tunesischen Kairouan ; dies entspricht aber nicht dem Islam, sondern ist ein Auswuchs eines verklärten Volksglaubens. Für den, der sich die Haddsch nicht leisten kann, ist diese auch nicht verpflichtend. In manchen islamischen Gegenden findet man die Eigenheit, dass eine Dorfgemeinschaft Spenden zusammenlegt, um wenigstens einem für würdig und geeignet angesehenen Mitglied stellvertretend für alle die Haddsch zu ermöglichen.

Die "große" Pilgerfahrt, der Haddsch, kann nur während bestimmer Tage im Jahr (8.–12. Dhu'l Hidscha) durchgeführt werden, die kleine Pilgerfahrt (ʿUmrah) aber zu jeder beliebigen Zeit erfolgen.

Kleidung

Die Pilger hüllen sich während der Pilgerfahrt in zwei weiße, ungesäumte Tücher (so werden die Totentücher symbolisiert) und dürfen sich während der Wallfahrt weder rasieren, noch kämmen noch Haare oder Nägel schneiden. Dieser Weihezustand wird im Arabischen als ihrâm bezeichnet.

Verlauf

Die Haddsch beginnt am 8. Dhul al-Hidscha in Mekka mit dem Anziehen des Ihrams , eines Pilgergewands und dem Gang nach Mina. Dort bleibt man bis zum nächsten Morgen und bricht dann in Richtung Arafat auf. Zu den Höhepunkten der Wallfahrt gehört das Stehen im Bereich des Berges Arafat am 9. Dhu al-Hidscha, der auch der "Berg der Vergebung" genannt wird (25 km östlich von Mekka). Dort wird Gott um Vergebung gebeten was bei den Pilgern der emotionalste Teil der Wallfahrt ist. Man hält sich in diesem Ort bis Sonnenuntergang auf und begibt sich anschließend nach Muzdalifa, wo man übernachtet und dann kurz vor Sonnenuntergang (am 10. Dhu al-Hidscha) nach Mina geht. In Mina vollzieht man den Ritus der symbolischen Steinigung des Teufels, indem man sieben kleine Steine auf eine große Säule wirft. Nun schneidet man sich die Haare. Danach (am 10. Dhu al-Hidscha) werden die Opfertiere geschlachtet, wobei die Pilger nur einen kleinen Teil für sich behalten und den Rest den Armen überlassen. Dieser Tag, das Opferfest , ist der höchste islamische Feiertag und wird genauso auch von den daheimgebliebenen Muslimen überall auf der Welt begangen. Danach ist der Zustand des Ihrams aufgehoben und die verbotenen Dinge während des Ihramzustandes sind wieder erlaubt (mit Ausnahme des Geschlechtsverkehrs mit dem Ehepartner). Nun kehrt man nach Mekka zur Kaaba , ein würfelartiges Gebäude mit einem schwarzen Stein, zurück und vollzieht den sogenannten Tawaf . Man umschreitet dabei siebenmal die Kaaba . Unweit von der Kaaba erfolgt der siebenmalige Lauf zwischen den beiden Hügeln Safa und Marwa, mit der die Suche nach Wasser, wie Hagar sie erlebte, symbolisiert werden soll. Man bricht wieder nach Mina auf, wo man nun die nächsten 2 oder 3 Tage verbringt. Dort findet wieder der Ritus der symbolischen Steinigung des Teufels statt, wobei nun aber drei Säulen mit jeweils sieben Steinen beworfen werden. Die Haddsch wird mit dem Abschiedstawaf bei Rückkehr in die Heimat abgeschlossen.

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