irani.at
 
 
Webdesign, Grafikdesign & Programmierung

Help:
Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

Zurück zur Übersicht 25.11.2015

Hilfe

Der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, auch „Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen“, ist ein am 25. November jährlich abgehaltener Gedenk- und Aktionstag zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt jeder Form gegenüber Frauen und Mädchen.

Geschichte:

Seit 1981 organisieren Menschenrechtsorganisationen wie z. B. Terre des Femmes jedes Jahr zum 25. November Veranstaltungen, bei denen die Einhaltung der Menschenrechte gegenüber Frauen und Mädchen thematisiert wird. Sie haben die allgemeine Stärkung von Frauenrechten zum Ziel. Dabei sollen vor allem Themen wie Zwangsprostitution, sexueller Missbrauch, Sextourismus, Vergewaltigung, Beschneidung von Frauen, häusliche Gewalt, Zwangsheirat, vorgeburtliche Geschlechtsselektion, weibliche Armut, Femizid etc. zur Sprache kommen. Außerdem sollen Programme unterstützt werden, die sich ausdrücklich für eine Gleichstellung von Frauen einsetzen; etwa im Bereich Erbrecht, Bildung, Privateigentum, bei aktivem und passivem Wahlrecht, Kreditwürdigkeit, Rechtsfähigkeit, Zugang zur Justiz und dem Sichtbarmachen von unbezahlter Arbeitsleistung.

Hintergrund für die Initiierung des Aktionstages war der Fall Mirabal. Die Schwestern Mirabal, Mitglieder der „Movimiento Revolucionario 14 de Junio“, wurden 1960, nach mehreren vorangegangenen Verhaftungen, in der Dominikanischen Republik durch Militärangehörige des damaligen Diktators Rafael Trujillo verschleppt und schließlich ermordet. 1981 wurde bei einem Treffen lateinamerikanischer und karibischer Feministinnen der 25. November zum Gedenktag der Opfer von Gewalt an Frauen ausgerufen (Dia Internacional de la No Violencia Contra la Mujer) und 1999 offiziell durch die Vereinten Nationen (Resolution 54/134) aufgegriffen

Roses Revolution

Als Teil des Gedenktages hat sich seit 2013 "Roses Revolution" etabliert, eine globale Aktion gegen Gewalt in der Geburtshilfe, bei der betroffene Frauen am 25. November symbolisch eine rosafarbene Rose vor die Kreißsaaltür legen, hinter der ihnen physische (körperliche) und/oder psychische (mentale) Gewalt angetan wurde; bei Bedarf fügen sie einen erklärenden Brief hinzu.[5] Diese Geste dient zum einen der Aufarbeitung der z. T. traumatischen Erlebnisse, zum anderen ist sie ein wichtiges Feedback an die Mitarbeiter der Kliniken (Gynäkologen, Hebammen), welche die Möglichkeit bekommen, ihre Routine zu überdenken und so der Problematik von Gewalt unter der Geburt bewusst zu werden, was zu einer Verbesserung der Geburtshilfe bzw. des geburtshilflichen Gesundheitssystems führen soll. "Roses Revolution" wurde am 4. November 2013 in Blankenberge (Belgien) auf der 3. Konferenz Human Rights in Childbirth nach einer Idee von Jesusa Ricoy, einer Aktivistin aus der UK, ins Leben gerufen.[6] Neben Deutschland waren bisher die Länder Brasilien, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kolumbien, Mexiko, die Slowakei, Spanien und Tschechien beteiligt. 2014 forderte die Weltgesundheitsorganisation explizit im Kontext von Gewalt in der Geburtshilfe: "Die Prävention und Beseitigung von Respektlosigkeit und Misshandlung unter der Geburt. […] Jede Frau hat das Recht auf die bestmöglichen Gesundheitsstandards, welche das Recht auf eine würde- und respektvolle Behandlung beinhalten."

Wikipedia

Zurück zur Übersicht

Nach oben

© irani.at (seit 2003)- Alle Rechte vorbehalten!
Mit der Nutzung dieser Website erkennen Sie unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen an.

| Über irani.at |Impressum |Werben auf irani.at |

 
irani.at