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فیلم تاکسی، روز چهارشنبه 14.02.2018 ساعت 20:30 در کانال تلویزیون ار تی

14.02.2018
20:15 Uhr

Taxi Teheran

In „Taxi Teheran“ sieht man Regisseur J. Panahi als Taxifahrer. Auf seinem Armaturenbrett ist eine kleine Kamera montiert, mit der er seinen Alltag aufzeichnet: Zwei Fahrgäste streiten sich über die Todesstrafe, ein Schwarzhändler vertickert „illegale“ Filme ... Was zunächst wie eine Dokumentation wirkt, erweist sich als Kritik an einem Regime, das sich der Wirklichkeit verweigert. Der renommierte iranische Regisseur Jafar Panahi hat aufgrund seiner kritischen Filme in seinem Heimatland ein langjähriges Berufsverbot erhalten. Seine Filme dreht er nun heimlich. In „Taxi Teheran“ sieht man Jafar Panahi als Taxifahrer. Doch auf sein Armaturenbrett hat er eine kleine Action-Kamera montiert, mit der er seinen Alltag aufzeichnet: Zwei Fahrgäste geraten über die Frage der Todesstrafe in Streit; ein Schwarzhändler lässt sich von Panahi zu seinen Kunden fahren, denen er im Iran verbotene Filme verkauft; die Nichte Panahis soll für die Schule eine filmische Hausaufgabe gestalten und verzweifelt dabei an den von den geistlichen Führern vorgegebenen Regeln ... Aus den einzelnen Episoden ergibt sich das Bild einer Gesellschaft, in der es unter der oppressiven, staubigen Decke religiöser Vorschriften und Verbote gewaltig brodelt. Der Film wirkt zunächst beinahe wie eine Dokumentation: Panahi, dessen Haftstrafe und anschließendes 20-jähriges Berufsverbot weltweit Aufsehen erregt haben, spielt sich selbst als Taxifahrer; verschiedene Leute erkennen ihn. Die Bilder des Films kommen scheinbar ausschließlich aus der Action-Kamera auf dem Armaturenbrett und anderen im Bild sichtbaren Quellen, wie Handys oder digitalen Fotoapparaten. Doch je länger der Film fortläuft wird umso klarer, dass er sich als durch und durch inszeniert erweist. Die Geschichten der Fahrgäste machen – mal leicht im Ton und mal tragisch – bewusst, wie schwierig das Leben unter einem Regime ist, das sich in die privatesten Dinge einmischt und zugleich die Wirklichkeit und die Bedürfnisse der Menschen nicht sehen will.

Mehr auf: arte.tv

   

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